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Bestattung
Othmar Lechner

Editorial

Was ist ein Editorial?

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Laut Wikipedia das Vorwort des Herausgebers einer Zeitung in diesem Fall eben einer Homepage.

Ich möchte im Editorial Themen aufgreifen, die mich in meiner langjährigen Tätigkeit als Bestatter
schon Jahrzehnte beschäftigen, die es mir wert erscheinen, näher betrachtet zu werden.

Beginnen möchte ich mit der Textpassage aus dem Buch „Komm süßer Tod“ von Wolf Haas, die ich
noch bis vor kurzem als Einleitungstext auf unserer Hompage hatte.
Eine treffende Beschreibung, besser kann man das Berufsbild des Bestatters in so wenigen Worten
nicht ausdrücken.

„Als Leichenbestatter musst du die Psychologie haben,
musst du das Gärtnerische haben,
musst du die bürokratische Hürde haben,
musst du die Buchhaltung haben,
und, und, und…
Und damit bist du noch lange nicht dabei.
Weil der Spitzenbestatter muss auch die Literatur haben.“
Was Wolf Haas richtig erkannt hat, der Beruf des Bestatter umfasst so viele Bereiche, ist so vielseitig.

Und er ist mit so vielen Klischee‘s und Tabus behaftet. Ich erlebe das oft in Beratungsgesprächen, aber
auch bei Bewerbungsgesprächen. Da wird von ganz falschen Vorstellungen ausgegangen.
Viele Bewerber glauben, dass Führerschein B die wichtigste Voraussetzung ist, da ja nur mit dem Auto
herumgefahren wird. Was nätürlich gänzlich an der Realität vorbeigeht.

Bestatter ist ein interessanter, abwechslungsreicher Beruf. Ich würde fast von einer Berufung sprechen,
man muss es gerne machen und man muss bereit sein eine Dienstleistung zu erbringen, die oft
bis an eigene Grenzen geht.